Autobahnring um Bonn?

Am 28.10.14 bietet das „Unternehmensnetzwerk Rhein-Voreifel“ eine Diskussionsveranstaltung für Unternehmensvertreter der Region an. Man fordert von der Stadt Bonn ein neues Verkehrskonzept in Form eines Autobahnrings um Bonn. Der Verein Lebenswerte Siebengebirgsregion hat dazu folgende Pressemitteilung an die Medien versandt:

Die Verkehrs-Infrastruktur in Bonn muss saniert werden. Manche befürchten, die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen werden einen Verkehrsinfarkt in der Region verursachen. Diese Befürchtungen sind überzogen. Die verkehrlichen Folgen der Baumaßnahmen an der Bonner Nordbrücke in diesem Sommer waren überschaubar. Auch das Unternehmer-Netzwerk, das jetzt einen Autobahnring um Bonn fordert und mit einer Veranstaltung am 28.Oktober für dieses Anliegen werben will, sollte auf dem Boden der Realität bleiben. Es ist geradezu absurd, zeitlich begrenzte Engpässe infolge von Sanierungsnotwendigkeiten zum Anlass zu nehmen, gigantische neue Autobahnprojekte im Bonner Stadtgebiet zu fordern. Will man vielleicht mit der Sanierung warten, bis Venusbergtunnel und Ennertaufstieg fertig sind? „Diese Synapsen tragen geradezu pathologische Züge in sich“, so der Vorsitzende des Vereins Lebenswerte Siebengebirgsregion, Jürgen Maier.

Die Verkehrspolitik in der Region muss auf Nachhaltigkeit setzen, auf den Ausbau regionaler Schienennetze. Die Gleistrassen für einen Stadtbahnring in Bonn und einen Schienenring im Großraum Köln/Bonn sind nahezu vollständig vorhanden. Wären sie sinnvoll miteinander verknüpft, könnten viele Menschen zu bestimmten Zeiten an zentrale Orte in Stadt und Region transportiert werden, häufig direkt und ohne Umsteigen, kostengünstig und umweltschonend.

Warum nicht einen Blick über den Tellerrand werfen? Die Berliner freuen sich, mit der S-Bahn schneller als mit jedem Auto ihre Ziele erreichen zu können. Warum geht das nicht im Rheinland?

Die Pressemitteilung wurde am 18. Oktober 2014 im General-Anzeiger veröffentlicht und kann hier eingesehen werden.

Des Weiteren wurde am 30. Oktober 2014 von einem Vorstandsmitglied ein Leserbrief an den General-Anzeiger verfasst, der jedoch bis jetzt unveröffentlicht blieb. Er kann hier eingesehen werden.

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